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    HÖGI

    Humusprojekt Ökoregion goes International

Humusprojekt Ökoregion Goes International - HÖGI

Die Ökoregion Kaindorf hat das Humusaufbauprogramm ins Leben gerufen. Zahlreiche Landwirte in ganz Österreich nehmen am Projekt teil, wobei mittlerweile an die 1.700 ha Ackerfläche nachhaltig bewirtschaftet und jährlich CO2 im Boden gebunden wird.

In den letzten Jahrzehnten wurden die Böden durch Bodenverdichtung und Umpflügung, Handelsdünger, Spritzmittel, Monokulturen, etc. „humuszehrend“ bewirtschaftet. Dadurch wurden die Humusreserven in Ackerböden seit 1930 auf ein Drittel bis max. die Hälfte des ursprünglichen Vorrats reduziert. In Bezug auf den Klimaschutz wurde der Faktor Boden bisher weitgehend vernachlässigt, obgleich Böden mit hohem Humusanteil als Kohlenstoffsenken fungieren. Ein Wiederaufbau der angegriffenen Humusschicht hat nicht nur positive Auswirkungen auf landwirtschaftliche ErträgeHochwasserschutz und sauberes Trinkwasser. Er kann auch einen bedeutenden Teil zum Klimaschutz durch die Bindung von CO2 im Boden beitragen. Das Programm läuft bereits seit über 10 Jahren erfolgreich. Über diesen Zeitraum hinweg konnten, durch, von einem unabhängigen Labor untersuchte Bodenproben, nachweislich durchschnittlich 10 Tonnen CO2 pro Jahr und Hektar in den Böden gespeichert werden. Würde die gesamte Ackerfläche in Österreich nachhaltig bewirtschaftet, könnten jährlich 15 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden, was etwa 15 – 20 % des CO2-Ausstoßes Österreichs gleichkommen würde.

Mit dem weiterführenden Humusprojekt Ökoregion Goes International (HÖGI) wird das übergeordnete Ziel eine flächendeckende, europaweite Bodenverbesserung durch den Aufbau von Humus auf landwirtschaftlichen Anbau- und Weideflächen verfolgt. Das Projekt soll das erfolgreiche und bewährte System „Humusaufbauprojekt Ökoregion“ internationalisieren und in interessierte Partnerländer transportieren. Pilothaft soll dafür mit Partnern aus Slowenien und Belgien eine Umsetzung unter dortigen Rahmenbedingungen getestet werden und das Humusaufbauprogramm soweit standardisiert werden, dass eine Übertragung an weitere Länder (Norwegen, die Niederlande, Deutschland und Ungarn haben bereits ihr Interesse angemeldet), möglichst schnell und effizient erfolgen kann. Gleichzeitig wird dabei das Know-how der Partner über innovative Humusaufbautechniken und Analysemethoden in das Humusaufbauprogramm integriert und dieses dadurch weiterentwickelt.

Das Vorprojekt zur Vorbereitung wurde durch die LAG Zeitkultur Oststeirisches Kernland im Rahmen eines LEADER 2014-2020 Projekts gefördert. Dieses Projekt lief von 01.12.2017 bis 30.04.2018. Darauf aufbauend wurde ein transnationales LEADER 2014-2020 Projekt eingereicht, dass ab 01.12.2018 starten soll.



Weiter Informationen über das Humusaufbauprogramm finden Sie auf der Homepage der Ökoregion Kaindorf.

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